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Mutter mit Kind weiß nicht weiter. Altersvorsorge für Alleinerziehende ist wichtig.

Altersvorsorge für Alleinerziehende

Lesedauer 4 Minuten

Alleinerziehende haben es nicht leicht. Weder im Job, noch privat. Sie kämpfen und müssen schauen, wie sie sich und den Nachwuchs durchbringen. Schlimmer ist es, wenn keiner in der Nähe wohnt und unterstützend eingreifen kann. Gleichzeitig heißt dies aber auch, dass die Altersvorsorge für Alleinerziehende auf der Strecke bleibt. Wie du trotzdem sparen kannst und etwas für die Rente zurücklegst, möchte ich dir hier erklären.

Sparen heißt auch Verzicht!

Für Alleinerziehende ist ein guter Umgang mit Geld besonders wichtig. Das Ungleichgewicht ist groß und die Ausgaben lassen sich leider oft gerade so mit den Einnahmen decken. Wer mehr arbeiten möchte, wird schnell merken, dass das mehrverdiente Geld dann für die Kinderbetreuung drauf geht und es sich fast nicht lohnt. Das Problem dabei ist, dass Sparen auch gleichzeitig VERZICHT heißt. Und genau hier liegt der Hase begraben.

Viele wollen keinen Verzicht üben, nach dem Motto: „Man gönnt sich ja sonst nichts!“ Das Problem ist dann aber, dass die Altersvorsorge für Alleinerziehende auf der Strecke bleibt und die Rente definitiv nicht reichen wird. Wenn du aber jetzt ein wenig Verzicht übst, wirst du der Altersarmut nicht unbedingt zum Opfer fallen.

Sparen beginnt immer im Kopf!

Sind wir ehrlich, der Spruch „Geld alleine macht nicht glücklich!“ ist ein Spruch, den auch du häufig benutzt. Du willst, dass es dir und deinem Kind gut geht und gönnst euch auch etwas, wenn es die Finanzen zulassen. Dies ist natürlich vollkommen verständlich. Denn was machen schon 5 Euro aus, die man für sich oder das Kind investiert. Du wirst lachen, aber genau da beginnt es schon. Diese Kleinbeträge werden nicht als sparbares Mittel gesehen.

Hier geht es zu den 20 Tipps zum Geld sparen im Alltag!

Wer eine größere Anschaffung macht, überlegt sich dies genau und denkt auch darüber nach, ob diese Ausgabe unbedingt getätigt werden muss. Bei Kleinbeträgen bis 10 Euro wird eher schnell gehandelt und nicht unbedingt überlegt, ob dies zwingend notwendig ist. Rechnest du dir jetzt deine „schnellen Ausgaben“ bis 10 Euro durch, wirst du feststellen, dass sich dies im Monat ganz schön läppert. Würdest du diese Ausgaben sparen, stellst du schnell fest, dass sich bereits ein ETF- oder Aktiensparplan mit 25 Euro monatlich lohnen würde.

Altersvorsorge für Alleinerziehende - Beispiel 1
Angenommen du zahlst jeden Monat 25 Euro in einen ETF-Sparplan ein. Nehmen wir eine höhere Rendite von 7,1 Prozent, zahlst du in 15 Jahren 4.500 Euro in den Sparplan. Als Rendite erhältst du 3.383,42 Euro. Dies macht eine Gesamtsparleistung von 7.873,42 Euro, bei dem die Kosten laufenden jährlichen Gebühren schon abgezogen sind. Natürlich kannst du den Sparplan immer verändern. Hast du mehr Geld zur Verfügung, kannst du auch mehr einzahlen und so die Gesamtsparsumme erhöhen.

Auch wenn dies für den Anfang wenig klingt. Du weißt, dass die Altersvorsorge für Alleinerziehende außerordentlich wichtig ist. Der Vorteil ist, dass du die Summe anpassen kannst. Du kannst zudem zusätzliche Einnahmen, die du durch den Verkauf von Kinderkleidung oder Kellerausmisten erzielst, jederzeit in den Sparplan einzahlen und so die Altersvorsorge aufstocken.

Beispiel 2
Hast du die Möglichkeit jeden Monat 50 Euro in einen ETF-Sparplan einzuzahlen, hast du am Ende eine Gesamtsparleistung von 15.638,16 Euro. Auch hier wurde eine Laufzeit von 15 Jahren und eine Rendite mit 7 Prozent veranschlagt.

Setze dir Ziele

Eine sehr gute Antriebsfeder ist der Satz: „Ich will nicht in die Altersarmut rutschen.“ Mit diesem kannst du dir tatsächlich ein wenig die Sorgen vor der Zukunft nehmen. Du gehst anders mit deinem Geld um und überlegst dir dann tatsächlich, ob du dir was gönnen möchtest oder ob du es lieber in deine Altersvorsorge steckst.

Denn eines solltest du dir vor Augen halten. Setzt du nur auf die staatliche Rentenzahlung, bist du definitiv in der Altersarmut. Das Rentenniveau sinkt immer weiter und von über 50 Prozent bis 2011 liegt es in 10 Jahren nur noch bei vielleicht etwa 44 Prozent. Die Altersvorsorge für Alleinerziehende wird also zwingend nötig sein. Und dafür musst du noch nicht einmal Vollzeit arbeiten gehen. Auch ein Teilzeitjob reicht aus, um dir ein gewisses Polster anzulegen.  

Da Sparen im Kopf beginnt, solltest du dir klare Ziele setzen und auf Sätze wie „Ich versuche ja zu sparen“ zu verzichten. Das verursacht nur das Gegenteil und motiviert dich nicht dazu, etwas beiseite zu legen.

Verschaffe dir einen Überblick über deine Finanzen

Um auch wirklich sparen zu können, solltest du dir einen genauen Überblick verschaffen, was am Ende vom Monat noch übrigbleibt. Denn nur mit diesem Überblick über deine Finanzen kannst du dir deine Ziele setzen.

Führe das altbewährte Haushaltsbuch. Ob du es per App oder handschriftlich machst, ist natürlich dir überlassen. In dieses trägst du nicht nur deine Einnahmen und Ausgaben ein, sondern auch die jährlichen Abbuchungen oder Quartalszahlungen wie Versicherungen oder sonstige Ausgaben. Ich empfehle dir, die Ausgaben auf den Monat umzurechnen.

Beispiel
Du hast eine Versicherung von 300 Euro, die einmal im Jahr abgebucht wird. Teile sie durch 12, damit du die monatliche Summe hast und trage diese Summe dann in dein Haushaltsbuch bei den monatlichen Ausgaben ein. 300 Euro : 12 Monate = 25 Euro pro Monat.

Ich selbst nutze ein Excel-Tabelle, die ich auch problemlos auf dem Handy öffnen kann. So kann ich jede Ausgabe direkt eintragen, damit die Liste vollständig ist. Für mich ist es so deutlich einfacher, da man hier nicht in jedem Geschäft einen Kassenzettel bekommt. Ansonsten hätte ich bestimmt die Hälfte vergessen.

Gerne stelle ich dir mein Haushaltsbuch als Excel-Tabelle zur Verfügung. Du kannst es nach Belieben verändern, da die Tabelle nicht schreibgeschützt ist. Der Monat Januar enthält Beispieldaten, die du natürlich löschen kannst.

Altersvorsorge für Alleinerziehende bedeutet auch Ausgaben senken!

Die Altersvorsorge für Alleinerziehende ist enorm wichtig. Sie ermöglicht dir, nicht in die Altersarmut abzurutschen, da du von der staatlichen Rente nicht viel erwarten kannst. Daher heißt es wirklich zu verzichten. Alles, was du heute sparst und worauf du heute verzichtest, musst du morgen nicht mehr verdienen und hast es im Alter.

Wie oben bereits erwähnt, können 5 Euro schon eine Menge ausmachen. Du weißt doch, Kleinvieh macht auch Mist. Rechnest du diese Kleinstbeträge aufs Jahr hoch, kommen schnell ein paar hundert Euro zusammen. Natürlich haben die großen Ausgaben auch die höchsten Einsparmöglichkeiten. Doch Alleinerziehende mit wenig Geld haben eher selten große Ausgaben, es sei denn, dass es zwingend notwendig ist.

Zuerst solltest du dir deine Versicherungen genau anschauen. Ich bin davon überzeugt, dass es hier Versicherungen gibt, die zum einen zu teuer sind und zum anderen vollkommen unnütz. Nehme dir wirklich die Zeit und vergleiche deine Tarife mit denen von anderen Anbietern. Das Internet bietet dir hier jede Menge Möglichkeiten. Neue Verträge sind oftmals deutlich günstiger.

Doch nicht nur die Versicherungsbeiträge, auch Handy- und Telefonverträge wie auch Verträge für Wasser und Strom können dir ein Loch in den Geldbeutel fressen. Hier heißt es also wirklich vergleichen, vergleichen und nochmals vergleichen. Du kannst bares Geld sparen, welches du dann für eine Altersvorsorge anlegen kannst.

Auch die Krankenversicherung solltest du dir genauer anschauen. Auch hier kannst du bares Geld sparen, das du dann in die Altersvorsorge stecken kannst. Hier kannst du die gesetzliche Krankenversicherung vergleichen und schauen, ob sich ein Wechsel lohnt.

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Ein Gedanke zu „Altersvorsorge für Alleinerziehende“

  1. Danke für den Artikel. Er bestätigt nur das, was ich seit knapp einem Jahr tue. Haushaltsbuch führte ich schon länger. Ich habe aber immer nur die “großen” Beträge eingetragen. Das Kleingeld eher nicht, war mir zu viel Arbeit. Irgendwann hab ich doch angefangen, das Kleingeld in das Buch einzutragen und war absolut überrascht, wie viel Geld ich für Mist ausgebe. Hier ne Deko für 5 Euro im Ausverkauf, dort einen Schal für 3 Euro, obwohl ich schon einen ähnlichen habe oder mal ein neues Shirt für die Kleine, weil es eben gerade günstig war usw.
    Tatsächlich konnte ich so über 100 Euro sparen. Ich konnte es gar nicht glaube, dass da so viel Geld für unnütze Dinge draufgeht. Die Hälfte davon lege ich jetzt an und die andere Hälfte ist einfach für den unnützen Kleinkram gedacht. Da ich aber jetzt immer überlege, ob das echt sein muss, dass ich das kaufe, bleibt am Ende noch einiges übrig, die ich als NOtgroschen spare.

    Dein Artikel bestätigt mir, dass ich alles RICHTIG gemacht habe und jede Menge Geld einsparen konnte. Außerdem überlege ich immer, ob ich das Geld wirklich dafür ausgeben möchte oder nicht. Auch ein Ding, was ich vorher nie machte.

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